Artikel über urgeschichtliche Denkmäler und den Förderverein, die in der Wildeshauser Zeitung erschienen sind
Artikel vom 9.4.2011 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: Wildeshauser Zeitung
(Quelle: Wildeshauser Zeitung, Wildeshausen)

Einmalige Chance für die Stadt
Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen könnte mit Straße der Megalithkultur verwirklicht werden

Foto: Svea Mahlstedt vom Verein Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen (l.) und Dr. Beate Bollmann im Rathaus.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Besser könnten die Bedingungen für ein Urgeschichtliches Zentrum in Wildeshausen kaum sein. Eine Machbarkeitsstudie bescheinigt dem Plan große Realisierungschancen und ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Zudem könnte durch die Kooperation mit dem Arbeitskreis „Straße der Megalithkultur“ eine Finanzierung erreicht werden, da der Kreis die Errichtung eines Zentrums anstrebt.

Archäologin und Museumsberaterin Dr. Beate Bollmann stellte dem Rat der Stadt Wildeshausen am Donnerstagabend die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie vor und erhielt von den Politikern begeisterte Rückmeldungen und klare Signale der Unterstützung.

Wildeshausen, so die Archäologin, sei durch die Häufung der prähistorischen Monumente mit kulturgeschichtlicher Bedeutung prädestiniert für ein Urgeschichtliches Zentrum. Zudem sei die Kreisstadt zentral und verkehrsgünstig gelegen. Das Gräberfeld bedeute ein Alleinstellungsmerkmal, ist es doch archäologisch gesehen so wichtig wie Stonehenge in England.

Ein Urgeschichtliches Zentrum könnte, in der Nähe des Gräberfeldes gelegen, der Wissensvermittlung und als Touristenattraktion dienen. „Das Konzept sollte erlebnis- und handlungsorientiert sein“, so Bollmann. Unter dem Thema „Gräber – Häuser der Toten und Zeugen des Lebens“ ließen sich Bezüge zur Gegenwart herstellen, anhand von Grabnachbauten könnten die Besucher Einblicke in die Bestattungskultur der Vorzeit bekommen. Das Museum wäre in der Art einzigartig und könnte 15 000 Besucher jährlich anlocken. Benötigt würden 1 000 Quadratmeter Fläche für einen Innenbereich und 2 000 Quadratmeter für einen Außenbereich sowie 2 000 Quadratmeter für Parkplätze. Bei Betriebs- und Personalkosten von 210 00 Euro kalkuliert Bollmann mit Einnahmen von 233 000 Euro. An den Baukosten in Höhe von drei Millionen Euro müssten sich aber Unterstützer beteiligen. „Es besteht die einmalige Chance der Realisierung zusammen mit der Straße der Megalithkultur.“


zuletzt geändert am  15.4.11