Artikel, der in der Nordwest-Zeitung erschienen sind


Artikel vom 23.4.2012 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline
(Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg)

Freie Sicht auf die Reckumer Steine wieder möglich
Archäologie
Im Herbst weitere Aufräumaktion beim zweiten Großsteingrab geplant
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Foto: Weg frei zu dem Großsteingrab: Dr. Bernd Rothmann bei der Arbeit an den Reckumer Steinen     BILD: Privat

Reckum - Die Reckumer Steine zählen zu den wirklich sehenswerten Großsteingräbern in der Wildeshauser Geest. Das berichtet Dr. Bernd Rothmann aus Ahlhorn, der offiziell als Ansprechpartner, Vermittler und Mitarbeiter für die Archäologie des Landkreises Oldenburg fungiert. Das leicht zugängliche, am Waldrand liegende Megalithgrab Reckumer Steine II ist 19 Meter lang und nahezu unversehrt. Acht der zwölf Decksteine sind noch unbeschädigt und beeindruckend in ihrer Größe. Leider war die Anlage in den letzten Jahren im Sommer kaum zu sehen, denn insbesondere zum Acker hin war sie völlig von Holunder und Faulkirschen zugewachsen.
Jetzt wurden diese Büsche in ehrenamtlicher Arbeit und in Absprache mit den zuständigen Behörden kräftig zurückgeschnitten, so dass das Großsteingrab im Sommer wieder in alter Pracht zu sehen sein dürfte, so Rothmann.
Gegenüber im Feld liegt noch ein zweites Megalithgrab, das aber in der Vegetationsperiode nicht besucht werden könne. Dieses Grab sei vollständig von jungen Bäumen bewachsen, deren Wurzelwerk unwiederbringlichen Schaden an dem archäologischen Denkmal hervorruft. Hier plane der Förderverein Urgeschichtliches Zentrum im Herbst eine große Aufräumaktion, die dann vom Niedersächsischen Denkmalamt begleitet werden müsse, so Rothmann.
Die Großsteingräber wurden vor rund 5000 Jahren von den damaligen Bewohnern der Geest, den sog. Trichterbecherleuten, erbaut, was eine große logistische und technische Meisterleistung gewesen. Heute gibt es noch 39 Großsteingräber in der Wildeshauser Geest, von denen die meisten allerdings stark beschädigt sind. In der Vorzeit dürften es mehr als hundert gewesen sein.


Anmerkung des Webmasters:
Auf diesen beiden Fotos erkennt man, wozu derartige Aufräumaktionen gut sind:
Die Reckumer Steine vorigen Sommer und nach der Aktion.
 


zuletzt geändert am 5.7.12