Artikel, die in der Nordwest-Zeitung erschienen sind
(Quelle: Nordwest-Zeitung, Oldenburg)

Artikel vom  25.8.2012 - Lesen Sie den Originalartikel nach unter: NWZonline

Schmierereien am Großstein-Grab
Vandalismus
 Täter bislang unbekannt
MT


Dr. Bernd Rothmann entfernt die Schmiererei. BILD: Martin Thaler

Kleinenkneten - Eine Schmiererei wurde an den Großen Steinen in Kleinenkneten entdeckt. Unbekannte Täter hatten offenkundig ein Hakenkreuz auf einen Stein des Grab-Innenraums gemalt. "Bislang habe ich so etwas noch nicht erleben müssen", erklärte Dr. Bernd Rothmann, archäologischer Beauftragter für Denkmalpflege im Landkreis, am Freitag. Er stufte die Angelegenheit als "Dummen-Jungen-Streich" ein.
Auch ein aufmerksamer Mitbürger hatte die Schmiererei an dem historischen Kulturgut entdeckt und den Landkreis informiert. Die Kleinenkneter Steine sind Zeugnisse der jungsteinzeitlichen Trichterbecherkultur (3500 bis 2800 vor Christi).


Anmerkung: Das Hakenkreuz in der Grabkammer war offensichtlich schnell und lieblos mit einem anderen Stein an den Findling in der Kammer gekrazt worden, wobei der Kreuz seitenverkehrt und leicht verzerrt wiedergegeben war. Ich habe die Aktion deshalb als "Dummer-Jungen-Streich" eingestuft  und das Hakenkreuz so gut es geht entfernt.
Darüber hinaus  habe ich alle anderen Steinflächen der drei Großsteingräber abgesucht und keine weiteren Hakenkrueze o.a. Schmierereien finden können.

Deshalb habe ich auch darauf verzichtet, bei der Polizei Anzeige zu erstatten. Ich denke man sollte den Vorfall auch deshalb nicht überbewerten, weil ich in den sechs Jahren, die ich die Großsteingräber der Wildeshauser Geest pflegerisch befahre, noch nie Hakenkreuzschmierereien etc. beobachtet habe.
Was man jedoch häufiger an den Grabanlagen entdecken kann, sind Überbleibsel von Druiden- oder Hexenkultanhängern, und zwar in Form von Opfergaben oder Kerzen- und Blumenkreisen etc. 

Bernd Rothmann


zuletzt geändert am  25.8.12